Auch heute waren wieder Delbo als Special Guest im Einsatz.
Die Band ging mit großen Erwartungen in den Gig in der sehr vollen aber leider nicht restlos ausverkauften Zeche in Bochum. Es folgte ein „richtig geiles Konzert“ (O-Ton Boa), welches aber nicht ganz an die Euphorie von Dresden oder Hamburg heran reichte. Band und Publikum hatten trotzdem ihren Spass und steigerten sich gegenseitig von Song zu Song. Im Zugabenblock kam die Zeche in den Genuss der reinen Akustikversion von Rome in the rain, „diese Version wäre noch vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen“ (O-Ton Boa). Anschließend rockte die Diana Slow-Blues-Version die Zeche bevor die „3 Klassiker“ das „Heimspiel“ ausklingen ließen.
Zeitloses Phänomen
Tina Halberschmidt hat Phillip Boa interviewt und einige Szenen vom Gig in der Zeche zusammengeschnitten, anzuschauen als » Videocast auf westropolis.de
» Artikel aus den Ruhr Nachrichten Bochum
Heute waren zum ersten Mal Delbo als Special Guest im Einsatz. Die Band, mit dem Faking to blend in-Produzenten Tobias Siebert an der Gitarre, sorgte für einen gelungenen Auftakt zu einem grandiosen Konzert-Abend in der Hamburger Markthalle.
Erstmals seit 1989 gab die Band bei einem Tourstopp in Hamburg wieder ein Konzert in der Markthalle. Durch die leicht arena-artige Architektur des Konzertsaales, mit ansteigenden Stufen an den Seiten und im hinteren Bereich des bis zur letzten Reihe gefüllten Raumes, kam auf und vor der Bühne eine großartige Stimmung auf. Der Funke sprang sofort bei dem Opener Girl is a runner zwischen Publikum und Band über. Der Innenraum vor der Bühne war das komplette Konzert über heftig in Bewegung. Boa und Band genossen die Stimmung im Raum sichtlich. Diana variierte wieder mehrfach zwischen Blues und Uptempo. Die ekstatische Stimmung mündete zum Ende von Kill your ideals wieder in fliegenden Gitarren, Trommeln etc. Phillip Boa & The Voodooclub waren nach dem Konzert sicher, dass das Konzert zu den absoluten Highlights der Tour zählen wird.
» Vorbericht aus der taz
Auf dem Weg nach Hamburg – Boa, Toett

21.09. Magdeburg/Factory
Nach dem ich wie ein Pfadfinder über eine Mauer klettern musste, um zum Backstage-Bereich zu gelangen, traf ich auch schon schnell auf Boa. Nicht so gut gelaunt wegen später Anreise und Krankmeldung von Monta hat er aber doch sehr geduldig und nett Fragen beantwortet. Der Rest der Band war, wie immer, nett und gut drauf. Bei der freundlichen Begrüßung der Band + Crew fühlt man sich immer sehr wohl.
Als ich mir dann den Merch-Stand ansah, ging meine Laune erst mal in den Keller. Keine XL-Shirts, keine Poster, keine CD’s und Shirt-Motive, die nicht gerade zum Kauf reizen. Wenigstens gibt es wie versprochen die Vinyl-Ausgabe vom neuen Album. Für den Merch-Stand ist wohl ausschließlich Motor verantwortlich…
Das Konzert selber hat mir sehr gut gefallen. Der Sound war in Ordnung und der Voodooclub zeigte sich absolut professionell. Setliste war auch in Ordnung. Klar vermisse ich einige Favoriten von mir, aber wenn ich damit hier noch anfange, dann schreib ich noch ewig am Bericht. Das einzige was zum Konzert nicht passte, war die Factory selber! Das Ambiente der Halle war nicht gerade einladend. Einen dreckigen Eindruck hatten einige und die Halle wirkte so kalt und kahl und was weiß ich nicht noch was… Und das wichtigste: Die Halle war nicht gut besucht!
Nach dem Konzert wurde man dann auch noch von wartenden Rucksack-Kiddies erschlagen. Die sich auch noch lustig wunderten wie alt doch Boa-Fans sind 🙂
22.09. Halle/Steintor Variete
Es machte die Runde, dass es nur noch ca. 88 Karten fürs Konzert gab. Die bittere Wahrheit schlug aber schon beim Betreten der Halle gnadenlos zu. Die Aufgänge zu den Logen (2 Etagen) waren abgesperrt und die Halle blieb dann auch noch halb leer.
So ein schönes Ambiente und so wenige Zuschauer, es war zum Heulen… und das in Halle! Das macht dann doch so langsam nachdenklich…
Das Konzert wurde aber sehr gut und Boa sprach viel mit dem Publikum und hielt auch mal das Mikro zu einem Fan hin, der mit einer sehr lieben Geste sagte, nachdem Boa doch etwas traurig meinte, dass man ja nicht in der Easy Schorre spielt: „Hier ist es doch auch schön!“
Lichtmann Siggi sorgte aber für den Knaller des Abends! In dem alten Variete hängt ’ne breite Lichterkette rings um die Bühne. Und zu „Drinking and belonging to the sea“ drehte er sie immer bei der Zeile „looking at the stars“ auf. Lightshow bei BOA! Keiner wusste davon. Weder Band noch wir. Das kam total gut an bei allen. Danke Siggi für dieses Highlight.
Ein weiteres Highlight war noch ’ne Acapella-Version von „Happy spider“.
24.09. Oldenburg/Kulturetage
Halle wieder nicht voll, aber sie wirkte nicht leer. Publikum war kaum am Pogen aber trotzdem zufrieden. Und das wichtigste: Boa super drauf! Geiler Sound und so viele coole Gespräche mit dem Publikum, womit man ein ganzes DIN-4 Blatt füllen könnte. Einer ruft „Soul on ice“ und Boa singt/summt es auch. Dann ruft einer „Fiesta“ und Boa sagt: „Das ist ein guter Song, den werden wir mal wieder spielen“. Dann singt Boa noch mal „Soul on ice“ aber mit dem Text von „All I hate is you“ drüber:
„All I hate
all I hate is you
all I hate is youuuuu”
Schade, dass er den Fehler dann doch noch bemerkt hatte… hörte sich nämlich cool an 🙂
Oldenburg war ein richtig geiles BOA-Konzert!!!
Weil ich nach dem Gig völlig durchgeschwitzt war, musste ich mir ein frisches Shirt besorgen. Das Mädel am Stand sagte, dass „L“ wie „XL“ ist… na ja, weiß ja wohl mittlerweile jeder, dass das nicht stimmt… Katastrophe!!!
25.09. Hannover/Musikzentrum
Meistens kommt es ja anders als man denkt. Das Musikzentrum war besser besucht als bei der Remastered-Tour! Und ich hatte schon schlimmes befürchtet.
Als das Licht aus ging gab’s ’ne faustdicke Überraschung! Der gute alte „Jim Holmes“ sagte die Band an. Als Gast der Band hatte man sich das nicht nehmen lassen ihn auf die Bühne zu bitten. Leider fehlte ihm etwas die Power in der Stimme, aber das Gänsehautfeeling war einfach nur schön. Und den „No no song“ gab es natürlich auch nicht, aber als BOA „Lust auf Dreck“ bekam war klar, dass es heute „Diana“ gibt und das wie immer in einer Speedversion!
Fazit: Live ist der Voodooclub nach wie vor ’ne Bank! Boa hat mich besonders bei den Songs „Faking to blend in“, „In todays parties“ und „The night before the last was saturday night“ mit seinen leidenschaftlichen und emotionalen Darbietungen beeindruckt. Wenn alles zusammen passt (Ambiente, Band, Stimmung) dann kann man schon mal z.B. bei „Emma“ und „In todays parties“ einige Tränen vergießen. So erging es mir in Oldenburg. Weil sie einfach so schön sind und es kein besseres Gesangs-Duo gibt als PIA und BOA!
Dass zwischen Boa und Motor nicht mehr viel sein kann, dürfte spätestens seit der Faking-Phase jedem klar sein. Fehldrucke auf Flyern, liebloses Merchandising und und und… Was mir noch aufgefallen ist, in fast allen Veranstaltungsheften-Flyern-Zeitungen usw. werden immer Bilder aus der Decadence-Phase verwendet…
Egal, wir rocken weiter!!! See you in Köln und Osnabrück
Danke an alle, für vier tolle Tage!
Besondere Dank geht an Michael.
Nach dem grandiosen Gig in Dresden war es für die Band etwas schwierig die Spannung zu halten. Auch Boa schien zu Beginn des Konzertes etwas kraftlos, Boa und Band steigerten sich aber im Laufe des Konzertes zu gewohnter Stärke.
Das Publikum (darunter wieder die bereits bekannte Fangruppe aus Halle) in der nicht ganz ausverkauften Alten Spinnerei war begeistert.
Auf Publikumswunsch wurde eine langsame, fast bluesige Version von Diana gespielt, die sich im Laufe des Songs immer mehr im Tempo steigerte um am Ende wieder im Tempo zurückgefahren zu werden. Sehr geil. Diana entwickelt sich immer mehr zum Hit der Tour.
Als Special Guest war heute letztmalig Klez.E im Einsatz.
Wie in Erfurt war heute wieder Klez.E als Special Guest im Einsatz. Das Programm von Klez.E kam beim Dresdner Publikum sehr gut an.
Anschließend absolute Ekstase in der fast ausverkauften Dresdner Reithalle. Die Fangruppe aus Halle war wieder vor Ort (siehe Bericht zum Erfurt-Konzert). Zum Ende des Konzertes dreht Boa leicht durch und lallt betrunken politisch/philosophische Botschaften vor Kill your ideals um die Aktualität des Songs zu erklären. Am Ende fliegen wieder Instrumente, Toett „opfert“ sein Keyboard. Kommentar Boa: „NUR GEIL!“
» Schöne SW-Bilder auf der Webseite france-design.de
(thanx to Frank Buttenbender)